DSTG Thüringen wendet sich an Finanzministerin
Die anhaltend hohen Kraftstoffpreise stellen viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst vor zunehmende Herausforderungen. Besonders betroffen sind Kolleginnen und Kollegen, die für dienstliche Zwecke ihre privaten Fahrzeuge einsetzen – etwa für Aus- und Fortbildungen oder Personalratstätigkeiten.
Aus zahlreichen Rückmeldungen wird deutlich, dass die Bereitschaft vieler Beschäftigter sinkt, den eigenen Pkw für dienstliche Zwecke einzusetzen. Grund dafür ist vor allem die weiterhin geltende sogenannte „kleine Wegstreckenentschädigung“ von lediglich 0,20 Euro pro Kilometer, die die tatsächlichen Kosten für Kraftstoff und Fahrzeughaltung längst nicht mehr abdeckt. Viele Beschäftigte müssen daher einen erheblichen Teil der Kosten aus eigener Tasche tragen.
Hinzu kommen teilweise sehr lange Bearbeitungszeiten bei Reisekostenabrechnungen, die nach Angaben von Betroffenen aktuell bis zu drei Monate betragen können. Beschäftigte müssen damit über einen langen Zeitraum in Vorleistung gehen.
Die DSTG Thüringen hat sich deshalb in einem Schreiben an Thüringens Finanzministerin Katja Wolf gewandt und darum gebeten, sowohl die Wegstreckenentschädigung an die realen Kostenentwicklungen anzupassen als auch die Bearbeitungszeiten bei Reisekosten deutlich zu verkürzen.
Eine zeitgemäße Regelung würde die Beschäftigten spürbar entlasten und gleichzeitig die Funktionsfähigkeit dienstlicher Abläufe sichern.
Schreiben an Finanzministerin Katja Wolf zu gestiegenen Mobilitätskosten